Traum

Ich steige in ein dunkles Kellerloch, getrieben von Angst und Neugier. Beim Umhertasten springt mich plötzlich eine Ratte an und lässt meinen Finger nicht mehr los. In Panik renne ich aus dem Keller, und als ich auf der Straße ankomme, habe ich an meiner Hand statt der Ratte einen Löwen. Er läuft langsam hinter mir her.

Ob der Löwe eine Bedrohung ist oder mich vor meiner Umgebung schützt, kann ich nicht sagen. Er gibt mir nicht zu verstehen, was er will oder denkt.

Ich fange an, wild durch die Gegend zu laufen und allen möglichen Leuten auf der Straße von meinem Problem zu erzählen. Aber sie hören mir entweder gar nicht zu oder verstehen mich nicht – jedenfalls scheint niemand den Löwen zu bemerken.

Immer ungläubiger laufe ich weiter und spreche wahllos Menschen an, um ihnen von dem Löwen zu erzählen, der offensichtlich gar nicht da ist. Aber wann immer ich mich umdrehe, sehe ich ihn deutlich, und er sieht mich an und scheint zu sagen, dass es ihn gibt und ich nichts dagegen tun kann …

Copyright 2019 Andrea Bernard